Zeit ist kostbar

Ich muss mir zunehmend eingestehen, dass unsere kleine Tochter eine Entscheidung von mir verlangt. Ich hätte nicht damit gerechnet, wie viel Zeit Stillen, Trösten, Bespaßen oder einfach nur da sein so in Anspruch nimmt. Doch nach 2 Monaten ist mir klar: Ich muss Prioritäten setzen.

An erster Stelle steht unsere kleine Familie, das steht ganz außer Frage. Doch was stelle ich mit dem bisschen Freizeit an, dass mir geblieben ist?

Im Mutterschutz vor der Geburt startete ich vor lauter Vorfreude diesen Blog und hatte trotzdem noch viel Zeit zum Zeichnen, Lesen usw.

Doch nun steht alles Kopf und ich merke, dass ich nicht beides schaffe. Ich schaffe keinen Mama-Blog und das Zeichnen – also muss ich mich entscheiden.

Da gibt es schließlich so viele Vorhaben:

und und und

Das alles erfordert Zeit und Übung und ich muss nun schauen, woher ich sie nehme.

Daher breche ich – nach verhältnismäßig kurzer Zeit – das Projekt “Mama Blog” wieder ab. Ich danke jedem, der sich für Beiträge hier interessiert hat und vor allem Sari, die mich mit ihren Kommentaren diese wenigen Wochen begleitet hat. Meinen höchsten Respekt an dich – ich bin nun nach den ersten zwei Monaten mit Baby umso beeindruckter, was du so alles nebenbei noch schaffst. Keep it up. :)

Die Inhalte werde ich sukzessive in meinen alten Blog migrieren, bevor ich das eigene Mama-Blog-Wordpress entferne. Es wird etwas dauern, bis dabei dann alle Verlinkungen und Co. sauber sind, aber so ist das eben.

Viele Grüße,
Christina / chrissi

U3 Untersuchung

Der Storch bringt die Babys

Diese Woche war es nun also soweit. Zeit für die U3 beim Kinderarzt. Dieses Mal natürlich mit Wickeltasche und Ersatzwindeln – gleich ein paar mehr, um uns eventuelle peinliche Momente – wie beim letzten Mal – zu sparen.

Wir durften an diesem Tag gleich feststellen, wie schwierig es sein kann, mit einem Baby ganz genaue Zeiten einzuhalten. Denn natürlich machte uns unsere kleine Maus einen Strich durch die Rechnung – nochmal Hunger hier, nochmal Windel da. Die Eltern unter euch kennen das bestimmt. Wir müssen also definitiv noch üben, mehr Puffer einzuplanen.

Unser Kind wird vermessen

Beim Kinderarzt angekommen nahm man uns unsere Verspätung zum Glück nicht weiter krumm und wir wurden gleich in einen der Räume geleitet, wo wir unsere Kleine wieder auspacken durften. Schnell kam sie auf die “Streckbank” und die Waage, damit wir ihr dann wieder eine Windel anziehen konnten. Auch wenn die Schwester meinte, es wäre nicht das erste Missgeschick, war ich froh, dass unser Töchterchen nicht auf eines der Gerätschaften pieselte. :-D

Auf der “Streckbank” – die sie überhaupt nicht mag – kam sie immerhin schon auf 56cm. Das deckte sich auf jeden Fall mit meinem Empfinden, da ich zunehmend Sachen der Größe 50/56 aussortieren muss, weil sie nicht mehr passen oder wirklich sehr straff sitzen, was das Anziehen immer nicht gerade erleichtert.

Beim Gewicht kamen nun immerhin schon 4.285g zusammen – also ein gutes Kilo mehr als zur Geburt. Damit ist sie nun ganz offiziell schwerer als unsere Katze und hat auch den Kater bald eingeholt. Auch ohne die genauen Werte zu kennen, merkt man das ein wenig. Wirkten die Katzen nach der Geburt auf mich irgendwie “groß und schwer”, so erscheinen sie mir nun eher leicht und auch die Größenwahrnehmung hat sich wieder normalisiert. ;)

Auch beim Blutdruck, den die Schwester noch überprüfte, war alles fein. Irgendwie kamen wir in diesem Rahmen dazu, dass die Kleine mit der Saugglocke geholt wurde, wo die Schwester überrascht meinte,

“Man sieht ihrer Tochter die Saugglocke aber nicht an.”

Das hat mich natürlich außerordentlich gefreut, vor allem, weil ich mich ja nach der Geburt wegen der Saugglocke nicht so gut gefühlt hatte.

Vom Storch gebissen

Nach einer kurzen Wartezeit kam der Kinderarzt vorbei und führte die Untersuchung fort. Von oben bis unten wurde unsere Kleine nun gemustert.

“Ihr Kind wurde vom Storch gebissen.”

Kommentierte der Arzt zwischendrin und strich ihr über den Nacken. “Wie bitte?” “Na der Storch bringt doch die Babys und da hinten hat er sie gehalten.” Auf unsere fragenden Gesichter erläuterte er schmunzelnd, dass man das rote Feuermal, dass unsere Kleine am Hinterkopf hat, im Volksmund “Storchenbiss” nennt. Doch das Feuermal wird wohl noch verblassen, vielleicht sogar ganz verschwinden. Ich muss zugeben, das ist mir eigentlich fast egal, denn wenn die Haare darüber liegen, sieht man es sowieso nicht.

Etwas erschrocken habe ich mich, als er sie für kurze Zeit jeweils an einem Bein kopfüber hielt. Doch das machte unserer Maus nichts aus, dafür fand sie die Bauchlage überhaupt nicht lustig und begann, sich lautstark zu beschweren.

Ultraschall für Babys

Es folgte eine weitere Wartezeit, bevor Hüfte und Niere geschallt werden sollten. “Das ist dann wie bei Mami in der Schwangerschaft”, erklärte ich zwischendurch, während wir ihr den Body zumindest schonmal oben anziehen durften. Im Nachhinein betrachtet ist es für Kinder eigentlich noch etwas besser, denn das Gel war vorgewärmt und nicht so kalt wie beim Frauenarzt. ;)

Als der Kinderarzt im Ultraschallraum dazu kam, fragte er

“Haben Sie einen Nuckel dabei?”

Ich schaute recht verdutzt drein und erklärte, dass sie keinen hatte. Es wäre halt wichtig, dass sie beim Hüftscreening wirklich ruhig ist. Während ich noch immer irritiert davon war, dass ein Kinderarzt bei einem 5 Wochen alten Baby nach einem Nuckel fragte, reagierte ich recht pragmatisch.

“Wir haben einen kleinen Finger.”

Und siehe da, auch ohne Nuckel war unser Töchterchen ganz entspannt und schaute mich – wie gewohnt – mit großen Kulleraugen an, während sie an meinem kleinen Finger nuckelte. Zum Glück war auch hier alles gut. Wir hatten bereits Schauergeschichten über alle möglichen Probleme gelesen, die nach einer Saugglockengeburt so auftreten könnten, doch wir sind hierbei verschont geblieben.

Lediglich ihre Gebärmutter ist wohl etwas angeschwollen, was wohl aber an den Hormonen liegt, die unsere Kleine über die Muttermilch von mir mitbekommt. Doch auch das ist total im Rahmen.

Fazit

Als nun alles abgeschlossen und die Ergebnisse in das Untersuchungsheft eingetragen waren, ging es wieder raus – und unsere Maus schlummerte fest.

“Wenn sie nach jedem Besuch bei Ihnen schläft, kommen wir öfters vorbei.”

meinte ich im Scherz zu der Empfangsdame, während wir die Termine für die erste Impfung und die U4 machten. Doch ich ahne, nach einer Impfung wird sie womöglich nicht so entspannt sein, oder?

Alles in allem waren wir – abgesehen von der Nuckelfrage – soweit ganz zufrieden mit dem Kinderarzt. Er ist auf seine kleine Patientin eingegangen und hat sich große Mühe gegeben, Dinge verständlich zu erklären. Wir sind gespannt, ob er dann bei den Impfungen auch so gut spritzen kann.

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Erster Monat mit Baby

Der erste Monat mit Baby

Erster Monat mit Baby

Kaum zu glauben, doch der erste Monat mit unserem Krümelchen ist schon rum! Heute auf den Tag vor einem Monat kam unsere kleine Tochter zur Welt – klein und zerbrechlich wirkte sie, als man sie mir nach der Entbindung auf den Bauch legte. Es kommt mir so vor, als läge die Zeit vor der Geburt schon eine Ewigkeit zurück und nicht erst einen Monat.

Schlafen, Essen und die Windeln

An einen geregelten Schlafrythmus ist natürlich noch nicht zu denken und bisher haben wir keine Nacht durchgeschlafen. Ich bin immer schon sehr dankbar, wenn das nächtliche Stillen ganz ruhig abläuft und sie gleich weiterschläft. Das hat bisher jedoch erst eine Nacht wirklich geklappt. In den anderen Nächten kämpft sie mit ihrer Verdauung und man verbringt viel Zeit mit Bäuchlein streicheln oder herumtragen. Im schlimmsten Fall ist sie dann irgendwann so wach, dass an einschlafen erstmal nicht zu denken ist.

Doch wir arbeiten dran. Ich versuche nun seit neuestem abends möglichst spät zu wickeln, um dann zumindest bis zum nächsten Morgen erstmal Ruhe zu haben und sie möglichst nicht wach zu rütteln. Mal sehen, ob es so gelingt, die Nächte etwas entspannter zu gestalten, bis sie vielleicht irgendwann durchschläft.

Beim Stillen sind ihre Zeiten pro Mahlzeit nun wieder zurück gegangen. Oft kann ich schon froh sein, wenn sie 10 Minuten durchhält. Es ist auch nicht gesagt, wie lange sie danach ruhe gibt. Leider verschluckt sie sich zu Beginn des Stillens oft erstmal, weil die Milch scheinbar schneller kommt, als sie schlucken kann. Doch die Hebamme meinte, das sei zu Beginn der Mahlzeit normal und sollte sich dann beruhigen. Da sie gut zunimmt und wächst, machen wir uns erstmal nicht allzu viele Sorgen.

Erste Entwicklungsschritte

Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die Kleine Woche für Woche etwas aktiver wird. Die Schlafzeiten werden etwas weniger, sie verfolgt aktiv mit den Augen das Geschehen, wenn man sie auf dem Arm trägt oder sich über sie beugt. Gerade vor dem Stillen verändert sich ihr Gesichtsausdruck merklich, als wüsste sie genau, was gleich kommt.

Auch die Händchen werden immer aktiver erkundet. Fäustchen werden in den Mund gesteckt oder die Händchen vor dem Körper zusammengeführt. Sehr niedlich. Etwas anstrengender sind ihre zunehmenden Versuche, den Kopf selbst zu halten. Das macht das Tragen leider nicht leichter. Wir versuchen sie da so gut es geht zu unterstützen, doch meist gibt es dann nach kurzer Zeit Geschrei, weil es eben noch nicht so klappt, wie sie es sich wünscht. ^^’

Persönliche Erhohlung

Der erste Monat mit Baby ist natürlich auch gleichzeitig meine Erholungsphase nach der Geburt gewesen. Aufgrund des (zwischenzeitig) schönen Wetters war ich recht schnell wieder auf den Beinen und habe mit meinem Mann immer wieder kleine Spaziergänge unternommen, um nach und nach meinen Kreislauf wieder zu trainieren. Und siehe da: Nach gut 4 Wochen bin ich zwar noch nicht die schnellste beim Spaziergang, aber ich halte zunehmend längere Strecken durch. Das freut mich natürlich, weil so ein Spaziergang mit der Kleinen eigentlich ganz erholsam ist. (Sie schläft meist nach kürzester Zeit ein. ;) )

Am liebsten hätte ich Ende August mit der Rückbildung begonnen, doch der Kurs ist leider bereits ausgebucht gewesen, als ich mich anmelden wollte. Nun wird es für mich Ende September losgehen. Doch ich habe mir vorgenommen, mir selbst ein paar Übungen herauszusuchen, sofern nächste Woche beim Check-Up beim Frauenarzt alles in Ordnung ist.

Papierkram

Es war gar nicht so leicht, mit der Kleinen zwischendrin den Kopf für Papierkram frei zu bekommen und ich war froh, dass ich schon einiges vorbereitet hatte. Doch alles rund um den Mutterschutz ist erledigt, die Kleine ist nun Familienversichert und hat ihre eigene Karte, Elternzeit beantragt und bestätigt und vor ein paar Tagen ging auch der Antrag auf Elterngeld raus. Ich hoffe, da habe ich nichts vergessen, sodass nun alles seinen Weg geht.

Gestern erreichte uns endlich auch die Steuernummer der Kleinen, sodass ich mich als nächstes um den Kindergeldantrag kümmern kann. Dann sollte an der Front erstmal alles erledigt sein.

Die schönsten Momente

  • Dieses kleine, noch unbewusste Lächeln, dass sie uns immer wieder schenkt.
  • Wieder zu Hause im eigenen Bett zu liegen – und die Kleine gleich daneben. ;)
  • Sonne genießen auf dem Balkon.
  • Der Moment, als es zu Hause erstmals mit dem Stillen klappt. (Was für eine Erleichterung!)
  • Gemeinsame Spaziergänge mit dem Kinderwagen.
  • Die Momente, wenn sie die Trage akzeptiert und sich ankuschelt und dann eindöst. :-)

Ich habe bestimmt etwas vergessen. Manchmal sind in diesen Tagen Glück und Frustration ziemlich nah beieinander.

Nächste Schritte

  • Nächste Woche haben wir die U3 mit der Kleinen
  • Nächste Woche Check-Up beim Frauenarzt für mich
  • Ich muss nun langsam mal die Sachen neu sortieren, so vieles musste ich schon aussortieren, was nicht mehr passt. o.O
  • Wir plagen uns mit der Überlegung, ob wir einen Nuckel zum Einschlafen einführen oder nicht…
  • Mein Mann beschäftigt sich bereits fleißig mit Kindersitzen – auch wenn die erste lange Fahrt in die Heimat sicher noch etwas warten muss

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Tragen mit Storchenwiege

Zur Trageberatung in Hannover

Bereits in der Schwangerschaft stand für uns fest, dass wir unser Kind tragen wollen würden. Wir waren zunächst auf einem Babybasar auf ein schlechtes Modell reingefallen, von dem uns später dringend abgeraten wurde. (Siehe auch “Wir wollen unser Baby tragen“)

Aufgrund des großen Angebots verschiedener Tragesysteme entschieden wir schließlich, dass eine Trageberatung wohl das Beste für uns und unser Krümelchen wäre. Wir hatten im Krankenhaus einen Flyer und einen Infozettel für einen kleinen Laden mit Trageberatung gefunden. Da wir mit der Manduca liebäugelten, warteten wir ab, bis unsere Maus die 3,5kg-Marke erreicht hatte, bevor wir uns in die Stadt wagten.

Trageberatung in Hannover

logo-mamamotionAm Montag war es dann soweit. Zur Sicherheit riefen wir vorab im Geschäft an, ob wir spontan vorbei kommen könnten und ob sie einen Tipp zum Parken für uns hätten. Das MamaMotion Ladengeschäft befindet sich unweit der Universität und aus früheren Erfahrungen wussten wir schon, dass das Parken dort immer eher eine Qual ist. Doch wir bekamen einen guten Tipp und so war die Anfahrt recht entspannt.

Im Geschäft waren wir leicht überrascht. Die Verkaufsfläche ist wohl kleiner als unser Wohnzimmer und doch standen dort schon zwei Elternpaare mit je einer Autoschale und Baby und die Verkäuferin war gerade mitten in der Erklärung zur emeibaby Babytrage.

Ein spannendes System, dass eine Kombination aus Tragetuch und Tragesystem darstellt. Das Baby sitzt dabei im gespannten Tuch, wobei sich das Tuch immer wieder neu einstellen lässt, sodass die. Trage mitwachsen kann.

Es dauerte eine Weile, bis wir uns ebenfalls die Trage mal genauer anschauen und mit einer Puppe testen konnten. Doch das “zuppeln” des Tuches überzeugte uns nicht ganz, vielleicht waren wir auch einfach zu ungeschickt. Als wir nun. Schließlich an der Reihe waren, fragten wir entsprechend nach anderen Systemen. Die ausgestellten Modelle waren jedoch weniger zum Mitwachsen gedacht oder eigeneten sich nicht so sehr für kleine Krümel wie unsere Maus. Doch sie hatte noch ein weiteres, sehr einfaches Modell dass wir sogleich ausprobierten. Eine Babytrage von “Storchenwiege”.

Die Storchenwiege

Auch bei dieser Trage lässt sich der Steg flexibel einstellen. Allerdings wächst sie nur bis ca. 1,5 Jahre mit – je nach Wachstum des Kindes natürlich. Ähnlich der Marsupi werden die Träger auf dem Rücken gekreuzt, jedoch dann vor dem Bauch nicht mit Klettverschluss fixiert, sondern unter dem Po des Baby geknotet.

Insgesamt kam uns das weitaus leichter vor, als die emeibaby, sodass wir, nach einem Versuch mit Puppe auch unsere Kleine – mit Hilfe der Verkäuferin – mal in der Trage platzierten. Beim Reinsetzen hat sie ganz schön mit uns geschimpft, doch dann wurde sie zum Glück wieder ruhig. Wir durften dann eine Runde mit der Trage spazieren gehen, um zu sehen, wie es so klappt.

Das Angebot nahmen wir dankend an und waren auch recht froh, mal an die frische Luft zu kommen. Als wir wieder zurück waren, war das Geschäft wieder voll von jungen Familien, die sich Tragesysteme anschauen wollten. Was für ein Andrang!

Rücksicht auf Babybedürfnisse

Just als wir das Geschäft wieder betraten, kam gerade ein Papa mit Kind aus einem Hinterraum und Windel in der Hand. “Wo kann ich die entsorgen?” Praktisch, dachte ich mir, dass es eine Möglichkeit zum Wickeln gab, und hoffte gleichzeitig, dass wir das nun nicht mehr brauchen würden.

In diesem Moment begann jedoch auch unser Töchterchen zu quengeln. Allerdings weniger wegen der Windel, sondern wegen Hunger. Doch auch dafür war der kleine Raum ausgerüstet. So huschte ich mit ihr nach hinten und stillte sie erstmal. Ein wenig war ich froh, dass die Kleine aktuell eher kurze Stillrunden bevorzugt und so konnte ich nach gut 5 Minuten schonwieder “einpacken”.

In der Zwischenzeit hatte mein Mann bezahlt unddie Trage sowie eine Hüfttasche, die wir zwischendrin noch ausgesucht hatten, waren im Karton verpackt. Nach ca. 2h ging es so nun wieder zurück nach Hause.

Erste Erfahrungen zu Hause

Tragen mit Storchenwiege

Wir merken in jedem Fall, dass wir noch nicht schnell genug beim Anlegen sind und auch die Höhe noch nicht immer perfekt passt. Noch dazu gibt es Phasen, in der die Maus einfach keine Lust hat. Dann ist das Geschrei groß und wir brechen schließlich ab, wenn es zu viel wird.

Doch ein paar Mal ist es uns nun auch schon geglückt, sodass sie in der Trage bei Papa oder mir ein wenig döste. Wir hoffen, dass es einfach genug positive Erfahrungen mit der Zeit für sie gibt, damit sie das Anlegen dann nicht mehr als so lästig empfindet. ;)

Wie schaut es bei euch aus? Habt ihr getragen oder tragt noch? Wie schnell haben sich eure Kleinen an das Tragen und vor allem das Anlegen gewöhnt? Habt ihr Tipps, wie wir unserer kleinen Maus die Eingewöhnung erleichtern können?

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Calma-Sauger und Stillhütchen von Medela

Schwierigkeiten beim Stillstart

Bereits während der Schwangerschaft war für mich klar, dass ich unsere kleine Maus stillen wollte. Einerseits ist die Muttermilch gut für den Aufbau des Immunsystems, andererseits hatte ich auch wenig Lust, gleich mit Flaschenanmischen, auskochen etc. konfrontiert zu werden. Auch emotional, so hieß es, soll es für das Kind gut sein.

Schwierigkeiten in der Klinik

Ich weiß nicht, woran es genau lag. Das erste Bonding musste ja aufgrund der nicht komplikationsfreien Nachgeburt bei mir unterbrochen werden und als sie wieder zu mir gelegt wurde, hat sie geschlafen. Generell hat sie den ersten Tag viel geschlafennd war kaum zum Trinken zu motivieren. Die ersten Stunden war das laut Klinikpersonal noch okay, doch irgendwann wurde sie unsanft geweckt und wir versuchten anzulegen.

Und scheiterten…

Unsere Kleine schrie mich an und dachte im Traum nicht daran, mit zu machen. Mit dem kleinen Finger konnte ich sie ein wenig beruhigen, doch das brachte uns natürlich nicht vorwärts, was die Milchaufnahmr bei ihr anging.

Etwas unsanft verwuchten Hebammen und/oder Schwestern (ich verlor den Überblick, wer was war) unserer Tochter meine Brust in den Mund zu schieben. Klingt komisch? War es auch.

Insgesamt gelang es während meines Klinikaufenthalts nur 3 Mal, sie anzulegen. Da sie vorher jedes Mal viel geschrieen hatte, schlief sie jedoch ziemlich schnell wieder ein und trank somit recht wenig. Am 3. Tag war sie dann soweit, dass sie schon am Morgen nur noch schrie und nicht mehr zu beruhigen war. Die aktuell Dienst habende Hebamme reichte mir daraufhin ein HIPP Milchfläschchen, dass ich erstmal zufüttern sollte, damit unsere Kleine erstmal wieder zu Kräften kommen würde. Über meinen kleinen Finger und eine Spritze fütterte ich nun zu und war erstmal erleichtert, dass sie das so annahm.

Unfreiwilliger Plan B

Da wir an diesem Tag auch aus der Klinik raus sollten, bestand die Hebamme darauf, dass ich aufgrund der Stillschwierigkeiten abpumpen sollte. Sie reichte mir ein Kärtchen mit einer Telefonnummer für Medizintechnik, wo ich mich erstmal meldete. Gegen Mittag kam dann eine Vertreterin, die mir die Milchpumpe erklärte und uns das ganze Drumherum erklärte. Mein Mann musste daraufhin zu meiner Frauenärztin fahren und ein Rezept für die Milchpumpe abholen.

Nun hatten wir also erstmal für 4 Wochen eine Milchpumpe von Medela, damit unsere Kleine trotz Stillprobleme Muttermilch bekommen könnte.

Milchpumpe von Medela

Saugverwirrung beim Stillen

Darüber hinaus ärgerte sie sich über das Zufüttern über den Finger, dass man mir in der Klinik angeraten hatte. Auf diese Weise musste die Kleine für die Milch natürlich recht wenig tun, was für das Stillen nicht förderlich ist. Sie wies uns an, nun erstmal Stillhütchen und einen Calma-Sauger für Muttermilch für die Medela-Fläschchen zu besorgen, damit die Kleine langsam daran gewöhnt werden konnte, etwas für ihr essen zu tun.

Calma-Sauger und Stillhütchen von Medela zum Stillstart

Den Rest des Tages fütterten wir nun erstmal über Flasche mit dem neuen Sauger zu. Wir versuchten auch, sie mit Hilfe der Stillhütchen anzulegen, doch das lief zunächst noch nicht so erfolgreich, da unsere Maus immer ziemlich viel mit ihren Händen vor dem Gesicht herumfuchtelt und dann mal schnell mit ihren Fingern auch an den Seiten des Stillhütchens entlang kommt.

Insgesamt komme ich mit den Stillhütchen nicht ganz so gut klar, da sie sich immer wieder lösen und dann natürlich für Frust bei unserer Kleinen sorgen. Trotzdem hätte ich diesen Versuch gern schon in der Klinik gewagt, statt es erst soweit kommen zu lassen, dass wir zufüttern müssten. Leider kamen wir von selbst nicht auf die Idee und vor Ort wurden wir leider nicht darauf aufmerksam gemacht.

Entspannte Atmosphäre und Geduld

Man hat es vorher bereits gehört und gelesen: Das Stillen klappt zu Hause in vertrauter und entspannter Umgebung zumeist besser, als im Krankenhaus. Mir war vorab nicht klar, wie wahr das ist!

Am nächsten Tag legten wir also gemeinsam mit der Hebamme ganz ohne Stillhütchen entspannt im Liegen – Bauch an Bauch – an. Und siehe da, es klappte! Was für eine Erleichterung! Es blieb lediglich das Problem, dass unsere Kleine ziemlich schnell einschlief, sodass ich sie immer wieder ärgern musste, um sie zu wecken. Das war noch nicht optimal, da die Stillzeiten dadurch sehr kurz waren und auch ihre Gewichtszunahme war die nächsten Tage noch nicht so gut.

Doch wir verzichteten nun komplett auf Abpumpen und Zufüttern, um weitere Saugverwirrungen zu vermeiden. Unser Ziel war es schließlich, unsere Kleine ganz normal zu stillen und so musste der Papa hier und da beim Ärgern mal nachhelfen, um das allzu eifrige Sandmännchen etwas zu vertreiben.

Um sicher zu gehen, dass sie wirklich regelmäßig isst, führe ich ein Stillprotokoll. So kann ich ein wenig beobachten, wie ihr (nicht vorhandener) Rhythmus aussieht. So ein Stillprotokoll könnt ihr euch beim Deutschen Hebammen Verband einfach herunter laden.

Fazit

Nach gut einer Woche des Stillens (13. Tag nach der Geburt) waren wir immerhin so weit, dass sie ihr Geburtsgewicht überschritten hatte. Auch die Stillzeiten verbessern sich zunehmend. Sie schafft es nun vereinzelt auch schon mal 10min zu trinken, ohne weg zu dösen. Yay! Die Gesamtzeit des Stillens hat sich von anfänglich ca. 2,5h am Tag auf ca. 4 – 4,5h am Tag erhöht und den Windeln nach zu urteilen, geht es ihr soweit ganz gut.

Wir sind ziemlich erleichtert, dass es nun doch noch geklappt hat. Nun warte ich nur noch darauf, dass sich meine Brustwarzen vollends an das Stillen gewöhnen. Die eine Seite klappt schon ganz gut, bei der anderen könnte ich noch immer an die Decke gehen, wenn ich sie anlege…

@Stillmamis: Wie lange hat das bei euch so gedauert, bis es nicht mehr schmerzte?

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